Eine Insel Zwei Schritte liegen zwischen dem Gast und dem Ort, den er
verlassen hat, um auf Görmitz Zeit zu verbringen. Der erste
Schritt in die Welt der Insel ist der Weg über den Damm, der
zweite ist der Eintritt in die Anlagen des Hotels.Dieser
zweite Schritt wird bewusst durch den Entwurf begleitet.
Ähnlich dem Schritt über den Damm auf die Insel betritt der
Gast mit der Hotelanlage eine zweite, klar umgrenzte Welt mit
einer introvertierten, intensiven Atmosphäre. Es ist der
bewusste Schritt in eine Insel auf der Insel, die sich allein
visuell und durch wenige Wege mit ihrer geschützten Umgebung
vernetzt. Der Kontrast zwischen der Offenheit und Weite der
angrenzenden, naturnahen Landschaft und der Geborgenheit einer
Anlage, die, ähnlich einer Klosteranlage, durch klar umgrenzte
und atmosphärisch und in ihrer Nutzung unterschiedliche auf
einander folgende Räume und Gebäude bestimmt wird, ist der
leitende Gedanke des Entwurfs. |
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Sechs Sinne Der Weg durch die Anlage ermöglicht dem Gast unaufdringlich
unterschiedliche sinnliche Erfahrungen. Er wird über einen
Platz in Empfang genommen, der von einer Bibliothek, dem
Restaurant, einer Empfangs-Lounge und einer Galerie gefasst
wird. Dieser Platz ist das Open-Air Forum für Feste und
Konzerte, er ist Terrasse für das Abendmahl unter freiem
Himmel. Auf dem Weg in sein Zimmer quert er eine von blühenden
Nutzgehölzen überstandenen Küchen- und Kräutergarten, um
anschließend die ruhigen Höfe zu betreten, die, einem
Kreuzgang ähnlich, die einzelnen Apartments erschließen. Diese
Höfe werden durch ruhige Rasen- und Wasserflächen und wenige,
kräftig blühende Ziergehölze und zurückhaltende, indirekte
Beleuchtung geprägt. Sie sind kontemplative, geschlossene
Orte, die sich nur zu den Ufern der Twelen öffnen.
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Zwischen den Apartment-Häusern liegen Gärten aus locker
stehenden z.T. beleuchteten Obstbäumen und Rasenflächen. Sie
sind Filter zwischen den Gebäuden, mit mobilem Mobiliar
ausgestattet und bieten den direkten Austritt aus den
Apartments in einen attraktiven Freiraum. Vor dem Equilibrium
liegt als südlichster Freiraum angrenzend an den aussen
liegenden Schwimmbereich eine Liegewiese mit lichten
Laubbäumen. Dort, wo keine Gebäudekante die Grenze des
Ensembles definiert, bilden kleine überdachte Terrassen die
Zäsur zur Landschaft. So entstehen in einem gewählten Rhythmus
Fenster in die Landschaft, die den Blick aus der Anlage in den
umgebenden Naturraum betonen. Die zurückhaltend gestaltete
Unterschiedlichkeit der Freiräume, ihr spannungsvolles
Nebeneinander, ihre verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, die
Variationen der Bepflanzung, das Wasser, das Spiel aus
räumlicher Enge und Weite und die gelenkten Blicke in die
Landschaft der Umgebung lassen den Sinnen freien Lauf und
ermöglichen innerhalb der Anlage unterschiedlichste
Wahrnehmungen und Erlebnisse, ohne den Gast zu überfordern.
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