Hafenterrassen Rantum: Ausgangsbedingungen Mit dem vorliegenden städtebaulichen Konzept soll der Standort Hafenstraße zu einer attraktiven touristischen Adresse innerhalb der Gemeinde Rantum auf Sylt entwickelt werden. Nachdem mit dem neuen Familien- und Dorfhotel neben der Sylt-Quelle ein weiteres touristisches Highlight an diesen Standort gebunden werden konnte, soll nunmehr der Kopf der Hafenstraße ein neues städtebauliches Bild erhalten. Das Areal liegt in der Ortslage Rantum-Nord und ist über den Deich fußläufig von der Rantum-Mitte zu erreichen. Das heutige Gewerbegebiet wird mittelfristig von der räumlichen Nähe zum neuen Dorfhotel, zum Campingplatz sowie zu den Erholungseinrichtungen (ADS-Heim) an der Hafenstraße profitieren. Durch die Aufwertung des Gewerbegebiets wird ein neuer Anziehungspunkt geschaffen, der zum einen die Attraktivität von Rantum-Nord steigert und zum anderen der Gemeinde eine zusätzliche touristische Akzentuierung ermöglicht. Die Hafenterrassen Rantum sind ein ergänzendes neues Angebot zur attraktiven Strandseite. Die funktionale Verknüpfung zwischen Familienurlaub, Wasserangebote sowie Gewerbetreibenden erfolgt an der gemeinsamen Schnittstelle Maritime touristische Angebote für Groß und Klein. Das Dorfhotel ist hierbei ein wichtiger Impulsgeber für die Frequentierung der Hafenterrassen. Die konsequente Ausrichtung auf Familien mit ihren Kindern erfordert die Gestaltung eines attraktiven kinderfreundlichen Areals. Die jungen Familien zeichnen sich durch Mobilität und Aktivität aus, die sowohl attraktive Sport- und Freizeitangebote als auch kulturelle Angebote wahrnehmen. |
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Leitziele 1. Attraktive Erlebniszone zwischen Dorfhotel und Hafenterrassen:
- Hotel/Gewerbe/ Läden/ Gastronomie
2. Neues Sport- und Fun-Center am Hafenplatz:
- Tennis/ Squash/ Badminton/ Soccer/ Bowling/ Tischtennis/ Sauna/ Sportcafe
- Minigolf/ Surfer- und Segelstation
3. Hafenplatz/Hafenterrassen als windgeschützter Event- und Aufenthaltsbereich:
- Markt/ Trödel/ Konzerte/ Sonnenterrassen
4. Hafenterrassen/ Deichkrone als Schalteinheit zwischen Hafenplatz/ Deich/ Sportboothafen/ Surferstation/ Mole mit Liegebuchten/ Molenkopf
5. Initialzndung durch Gestaltung der Hafenstraße; Hafenplatz/ Hafenterrassen als öffentliche Aufenthaltsräume
6. Sukzessive Entwicklung privater Investitionen in unabhängigen Einheiten
7. Schaffung eines innovativen, neuen Ortsteils mit neuartigem Nutzungsmix:
- Gewerbe/ Wohnen/ Läden/ Sport/ Freizeit/ Hafen- und Meerkonzept |
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Das Gewerbegebiet: Nutzungen Das Areal erhält durch die Verlängerung der Hafenstraße bis zum neuen Hafenplatz eine neue städtebauliche Struktur. Die Gewerbetreibenden können weiterhin im Gebiet verbleiben, erhalten aber durch die Neustrukturierung eine neue Öffentlichkeit bzw. Adresse. Die gastronomischen Einheiten sowie die kleinteiligen Gewerbeparzellen werden entlang des Platzes angeordnet und begleiten die Hafenstraße bis zu einen neuen Vorplatz. Restaurants und eine Vinothek bieten ein ausgewogenes kulinarisches Angebot für Erwachsense und Kinder. In den Hafenshops können Souvenirs und Handwerkskunst erworben werden. Der Miniclub bietet Freizeit- und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Im Miniclub sind eine Segel- und Surfschule untergebracht. Zusätzlich werden Indoorangebote geschaffen, die zum Beispiel in Kooperation mit den Betreibern des Dorfhotels eingerichtet werden können. In den rückwärtigen Bereichen werden weiterhin Kapazitäten fr Lagerhaltungen vorgehalten. So kann zum Beispiel der Betriebshof der Gemeinde erhalten bleiben. Für die Verlagerung von Nutzungen zugunsten der Neuausrichtung der Hafenstraße bzw. der Gestaltung des Vorplatzes (Flurstück 314) werden die Flächen östlich der Sylt-Quelle neu strukturiert (Flurstück 295).
Der Hafenplatz:
Der Hafenplatz ist das zentrale Element im Gebiet und übernimmt Scharnierfunktion zwischen der Hafenstraße sowie der Mole. Der Hafenplatz verbindet maritimes Flair mit kinderfreundlichem Ambiente. Im Kreuzungsbereich der Hafenstraße/Mole sowie dem Deich bewegen sich hier zukünftig die Hauptbesucherströme. Der Hafenplatz wird nörd-, süd- und westlich durch Neubauten stadträumlich gefasst. Den östlichen Abschluss bildet der Deich. Zur Überwindung des Deichs verfügt der Hafenplatz über 3 Ebenen, die als Terrassen den Übergang zwischen der Ebene des Platzes sowie der Deichkrone schaffen. Das II-geschossige Gebäude gegenüber dem Deich ist die Hauptfassade für den Hafenplatz. Die Neubauten am Deich bilden einen Tor, das den Übergang zwischen Wasser- und Landseite symbolisiert. Auf dem Hafenplatz werden Spielelemente fr Kinder installiert und Freiplätze für die gastronomischen Einheiten eingerichtet. Der Hafenplatz erhält drei Hauptzugänge. Der erste Zugang erfolgt fußläufig von der Hafenstraße und führt vom Vorplatz an einer Ladenpassage vorbei direkt auf den II-geschossigen gläsernen Kubus am Deich. Der zweite Zugang geleitet die Besucher und Gäste, die auf dem Deich flanieren, über die Terrassen auf den Platz. An der Zufahrt zum Hafen befindet sich zukünftig ein dritter Zugang. An dieser Stelle befinden sich einige zusätzliche öffentliche Stellplätze. Sein besonderes Flair entwickelt der Hafenplatz in den Abendstunden. Nachdem die Gäste des Dorfhotels tagsüber am Strand, die Kinder in der Surfschule waren, wird der Abend zum gemeinsamen Flanieren am Hafenplatz genutzt. Kleine Läden laden zum Verweilen, die Terrassen zum Spielen ein. |
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Die Hafenstraße: Die Hafenstraße gliedert sich zukünftig in drei Abschnitte. Der Eingangsbereich beginnt an der Abzweigung der Landesstraße L24 und endet an der Straße am Torbogen. Erster Blickfang in der Hafenstraße ist das III-geschossige Empfangsgebäude des Dorfhotels. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt die eingegrünte zentrale Stellplatzanlage des Dorfhotels. Gleichzeitig erfüllt dieser Bereich durch entsprechende Beschilderungen Hinweisfunktionen für die Sylt-Quelle, die Hafenterrassen sowie die Erholungseinrichtungen (ADS-Heim). Die Gestaltung des Straßenraums sieht eine 5,5 m breite Fahrbahn sowie beidseitig Gehwege vor. Der zweite Abschnitt umfasst die zentrale Verbindung zwischen dem Dorfhotel und dem neuen Vorplatz. Diesem Bereich angegliedert liegen das ADS-Heim sowie die Sylt-Quelle. Das städtebauliche Konzept sieht die Fortführung der Straßenraumgestaltung aus dem ersten Abschnitt vor. Die Stellplatzflächen vor der Sylt-Quelle werden neu gestaltet und dienen zusätzlich als Parkplatz für die Hafenterrassen. Der Vorplatz bildet den städtebaulichen Auftakt zu den Hafenterrassen. Dem entsprechend wird die Verlängerung zum Hafenplatz als Fußgängerzone gestaltet. Sowohl der Vorplatz als auch die Fußgängerzone (einschließlich Hafenplatz) werden gepflastert. Die abbiegende Zufahrtsstraße zum Hafen bleibt für den öffentlichen Verkehr frei und wird als Mischverkehrsfläche mit Wendeanlage eingerichtet. |
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Der Hafen: Der Vereinshafen wird in seinem Bestand gesichert und erhält Erweiterungsmöglichkeiten an der Mole. Die Anbindung erfolgt weiterhin über die Hafenstraße. Der Hafen wird in seiner Funktion gestärkt und erhält landseitig ein adäquates maritimes Umfeld, das privates Vereinsleben ermöglicht und Öffentlichkeit für Gäste und Besucher des Hafenplatzes herstellt. Der Deich: Am Deich werden keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen. An den Deich werden zwei Baukörper angedockt. Von der Deichkrone hat der Besucher weiterhin freie Sicht auf die Inseln Amrum und Föhr sowie die Südspitze der Insel Sylt. Der Besucher wird von der Deichpromenade auf den Hafenplatz und die Mole geleitet und setzt anschließend seinen Weg in Richtung Rantum Mitte oder Rantumbecken fort. Die Mole Durch die Führung der Hafenstraße auf den Hafenplatz bildet die Mole den östlichen Endpunkt der neuen Spange. Die Mole tritt in seiner Gestaltung und Funktion bewusst hinter den Hafenplatz zurück und bleibt weiterhin Bestandteil des Naturraumes Wattenmeer. Es erfolgt keine baulich-räumliche sowie gestalterische Überformung. Lediglich am Endpunkt der Mole wird eine gestalterische Akzentuierung in Form eines Aussichtspavillons vorgenommen. Der Weg über die Mole wird durch Holzplanken gesetzt, die in regelmäßigen Abständen durch Lichtfugen illuminiert werden. Am Ende steht eine Leuchtsteele. Die naturnahe Gestaltung der Mole umfasst eine Neumodellierung einzelner Abschnitte, die Beräumung der Ufer von Bauschutt sowie eine neue Uferbefestigung durch Bepflanzungen und Sandauf-schttungen. Auf der nördlichen Seite der Mole werden noch zwei zusätzliche Bootsstege für den Vereinshafen eingerichtet. Das Wasserareal südlich der Mole wird weiterhin als Surfschulenrevier genutzt.
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