Anlass In den Hafengebieten von Bremen und Bremerhaven wurden in den letzten Jahren Umstrukturierungsprojekte verschiedener Größenordnung in Angriff genommen. Darunter das Projekt Überseehafen in Bremen sowie die Umwandlung des Alten und Neuen Hafens in Bremerhaven. Der Fischereihafen in Bremerhaven ist zwar noch immer wichtigster Seefischhafen Westdeutschlands. Teile dieses traditionellen Seeumschlaghafens befinden sich jedoch in einem Nutzungswandel. Anfang der 90er Jahre wurde von der Fischereihafen Betriebsgesellschaft (FBG) das Projekt Schaufenster Fischereihafen als Imageprojekt für das Gewerbegebiet Fischereihafen und die dort ansässigen Unternehmen gestartet. Im historischen Kern des Fischereihafens von Bremerhaven wurden in den alten Fischverarbeitungs- und Fischversandhallen Gastronomie, Einzelhandel, Institute, Informationszentren und ein kleines Gastspieltheater angesiedelt. Das Imageprojekt Schaufenster Fischereihafen hat sich in den letzten Jahren als touristischer Anziehungspunkt etabliert. Ausgehend von diesem touristischen Magnet des Schaufensters soll der Bereich um den Fischereihafen nunmehr stufenweise weiter entwickelt werden. |
|
Ziele Ziel der Entwicklung des Untersuchungsbereiches im Fischereihafen ist eine Umstrukturierung im Sinne einer gewerblich-touristisch-gastronomischen Mischnutzung. Dafür sollen in der Machbarkeitsstudie unter Berücksichtigung der historisch gewachsenen Strukturen Flächen- und Nutzungspotentiale ermittelt werden, die geeignet sind, das Profil des Standortes zu stärken. Es soll unter anderem geprüft werden, welche weiteren Branchen sich in besonderer Weise eignen, das Bestehende aufzuwerten und eine attraktive Gebietsentwicklung mit dem Ziel einer Durchmischung der Nutzung und somit einer stärkeren Belebung voranzubringen. Ziel der Studie ist die Erstellung eines Rahmenplans mit Darstellungen zur städtebaulichen Struktur und Freiraumplanung, die Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse sowie eine Darstellung der verschiedenen Förderprogramme und Finanzierungsinstrumente. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde ein Phasenplan erstellt, aus dem die einzelnen Teilprojekte mit Kosten, Zeitplan und Abhängigkeiten hervorgehen. Für die Phase der Realisierung werden Handlungsempfehlungen gegeben. Die Machbarkeitsstudie ist ein weiterer Schritt für die Entwicklung des Hafenareals. Sie baut unter anderem auf der Voruntersuchung vom Designlabor Bremerhaven zum Fischereihafen auf. Die Studie soll der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG) als Entscheidungsgrundlage für die Planung und Realisierung sowie für das künftige Marketingkonzept dienen. |
|
Städtebaulicher Masterplan Der städtebauliche Masterplan stellt die baulich-räumliche Vision in konkreten Kubaturen dar. Nach diesem Bild soll sich der Fischereihafen entwickeln. Im Masterplan finden die Projekte und Raumprogramme für das Gebiet am Fischereihafen ihre bauliche Ausprägung. Verschiedene Typologien in den einzelnen Bereichen an den zwei Uferseite sowie nördlich und südlich der Brücke sollen den unterschiedlichen Gewerberaumanforderungen gerecht werden und eine Heterogenität der gewerblichen Nutzung ermöglichen. Die Staffelung der Baukörper erlaubt eine Lager- und Hallennutzung in den Erdgeschossen und eine Labor- oder Büronutzung in den oberen Geschossen der Gebäudekomplexe. In den Erdgeschossen soll die Gebäudenutzung (wie beispielsweise die Forschungsnutzung) durch sinnlich erfahrbare Installationen, wie z.B. Videos, Geruchsinstallationen etc., erlebbar gemacht werden. |
|
|
|
| Zurück |
|