Der Ort Der Ort ist geprägt durch ein Nebeneinander von Gewerbehallen und Bürogebäuden, brachliegenden Flächen und Straßenfragmenten. Gerahmt von Bahnlinien und Hauptstraßen erstreckt er sich entlang einer Reihe von Wohnhäusern. Die Verkehrstrassen trennen das Gebiet von seiner Umgebung und bilden Barrieren zu den umliegenden Stadtquartieren. So liegt der Ort optisch abgekoppelt von der noch unfertigen City-West im Süden und Bockenheim im Osten. Die Bundesstraße (Ludwig-Landmann-Straáe) trennt das Gebiet von der Postsiedlung westlich der Straße.
Jenseits aller Barrieren besitzt der Ort mit nur drei S-Bahnstationen Entfernung von der Innenstadt und einer Station Entfernung von der Frankfurter Messe eine hervorragende Anbindung an funktionale Hotspots des Frankfurter Stadtraums.
In diesem Spannungsfeld zwischen einer Toplage im gesamten Stadtgefüge und einer durch Verkehrstrassen abgeschirmten Position im unmittelbaren Umgebungszusammenhang wartet der Ort auf seine Neuentwicklung. |
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Der Entwurf Der Entwurf zeichnet den Ort als eigenständig konturierten Stadtteil nach, der sich aufgrund der Positionierung von seiner Umgebung abhebt. Hauptthema ist daher die Gewinnung einer räumlichen Identität, die durch den zentralen Stadtpark geschaffen wird. Um den Stadtpark ordnen sich Quartiere mit differenzierten baulichen Ausprägungen.
Der zentrale Stadtpark ist eingespannt zwischen Querverbindungen, die das Gebiet mit den angrenzenden Stadtteilen verknüpfen. Die Verbindung für Fußgänger verlängert den Fußweg vom Industriehof und den Kleingärten im Norden über die Bahn in die City West. Für den Fahrverkehr wird eine Verbindung vom Opelrondell über die Verlängerung der Straße A.d. Dammheide in der City West bis zur Rödelheimer Landstrasse hergestellt. Entlang des Stadtparks verläuft ein zentraler Boulevard, der die Ludwig-Landmann Straße im Westen mit dem östlichen Teil der Rödelheimer Landstraße verbindet.
Im Gebiet werden Quartiere mit unterschiedlichen Charakteren und Nutzungen gebildet. Rund um den Stadtpark und an der ruhigen Rödelheimer Landstraße soll städtisches Wohnen entstehen. Als Puffer und in gut sichtbarer Lage sind entlang der Bahn und der Ludwig-Landmann Straße Quartiere für Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen.
Der zentrale Stadtpark gibt den unterschiedlichen Quartieren eine gemeinsame Mitte. Zusammen mit Querverbindungen, Promenaden und Boulevard wird der neuen Parkstadt West damit ein räumlicher Zusammenhalt gegeben. |
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Der Zentrale Stadtpark Der Stadtpark bildet als zentrales, gliederndes und verbindendes Element das Rückgrat der Parkstadt West und ist damit von besonderer räumlicher und funktionaler Bedeutung. An den Außenkanten von Großbäumen gerahmt, wird die innere Grünfläche mit einer Modellierung aus Rasenwellen gestaltet. Spielplätze, Sportplätze und Wasserflächen (die auch der Regenrückhaltung dienen können) werden zwischen den Rasenwellen in die Parkfläche integriert.
Der zentrale Stadtpark ist durch Form, Gestaltung und Funktion daher sowohl als imagebildendes Element nach Außen als auch als Funktionselement nach Innen von prägender und adressbildender Bedeutung für den Wohn- und Bürostandort.
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Die Stadtplätze und das Zentrum Die Kopfenden des zentralen Stadtparks werden durch zwei Stadtplätze definiert. Der kleinere Baumplatz im Osten ist der zentrale Treffpunkt des östlichen Quartiers in der ersten Baustufe. Er bildet das Gelenk zwischen der Parkstadt West, der City West, dem Siemens-Komplex und der Rödelheimer Landstraße. Ausser kleinteiliger Ladennutzung (Cafe, Bäckerei, etc) ist hier kein Handelsschwerpunkt vorgesehen.
Das Zentrum der Parkstadt West entsteht um den Stadtplatz am westlichen Kopf des zentralen Stadtparks. Als urban gestalteter Freiraum bietet er eine Bühne für das öffentliche Leben des Stadtteils. Am Übergang zwischen Stadtplatz und Park fassen zwei Solitäre den Platz und bieten Raum für Kultur, Gastronomie oder Wellness. Neben Läden und Gastronomie direkt am Stadtplatz, sind auch größere Märkte für die Nahversorgung auch der umliegenden Gebiete hier vorgesehen.
Der Platzbereich in der südöstlichen Ecke der Parkstadt West, wird als Verbindungselement in Richtung S-Bahnhaltepunkt Frankfurt West ausgestaltet.
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Die Promenaden Wegeverbindungen in Form von Promenaden nehmen Fuß- und Radwege durch das Gebiet auf. Eine der Querverbindungen verläuft von Nord nach Süd, drei verlaufen in ost-westlicher Richtung. Die Promenaden verbinden die angrenzenden Quartiere miteinander und vernetzen sie mit der neuen Parkstadt West. Der S-Bahn-Haltepunkt wird durch die Promenaden über kurze Wege vom Gebiet aus erreichbar. Innerhalb der Parkstadt markiert die Promenade im Süden eine Gliederung zwischen Wohnen und Gewerbe.
Quartiersbildung
Die Quartiersstruktur bildet ein robustes städtebauliches Grundgerüst und ermöglicht größtmögliche Flexibilität bei der Entwicklung der Baufelder und der Füllung mit Bautypologien.
Viele unterschiedliche Wohnqualitäten sind möglich. Das Quartier Wohnen am Park nördlich des zentralen Stadtparks ist durch einen direkten Bezug zum Park und zu den Stadtplätzen geprägt. Die Quartiere Grüne Wohnhöfe? um die Pocket-Parks im Norden sind Wohnquartiere mit Grünverbindungen in den umliegenden Freiraum. Im Süden trennen die Grünen Wohnhöfe und die südliche Promenade das Wohnen vom Gewerbe und schaffen gleichzeitig eine direkte Verbindung zum zentralen Stadtpark für die dahinter liegenden Gewerbequartiere.
Auch für Gewerbe und Dienstleistungen werden verschiedene Qualitäten angeboten. An den Bahnlinien liegen kombinierte Gewerbehallen und Bürogebäude direkt an den Promenaden. Um die Stadtplätze gruppieren sich Handel und Dienstleistungsfunktionen. Entlang der Ludwig-Landmann-Straße wird der lückenhafte Straßenraum ? vorgeprägt durch die Hochhäuser Radisson Hotel und Nielsenhaus - geschlossen.
Baustufenentwicklung
Für die Entwicklung des Gebietes ist eine längere zeitliche Perspektive notwendig. Die Umstrukturierung muss aufgrund der vorhandenen Grundstücksverhältnisse in mehreren, unabhängigen Ausbaustufen erfolgen. Um diese Entwicklung zu gewährleisten orientiert sich der Entwurf an dem vorhandenen Straßennetz im Gebiet und z.T. an den vorhandenen Grundstücksgrenzen. So können einige Betriebe zunächst bestehen bleiben ohne der Umstrukturierung im Wege zu stehen. Auch nachdem die letzte Baustufe abgeschlossen ist, bleiben mit dem Verlauf der Morsestraße und mit dem erhaltenen Gebäude- und Baumbestand (Nielsenhaus, Siemensgebäude) noch Elemente der historischen Nutzung erkennbar. |
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