Um Berlin im nationalen und internationalen Wettbewerb als attraktiven Wohnstandort zu bewahren und die aktuellen Probleme der Stadtentwicklung effektiv zu steuern muss die Stadt ihre Politik und den Einsatz von öffentlichen Mitteln verstärkt an den Bedürfnissen und Wünschen der Bevölkerung ausrichten. Als Voraussetzung für ein solches Vorgehen, das mit einem qualitativen Umbau des gesamten Wohnungsmarktes einhergehen sollte, bedarf es einer umfangreichen Analyse des Nachfragenverhaltens und des zur Verfügung stehenden Angebotes.
Die Intention der Ideenstudie bestand nun darin, innerhalb eines kurzen Zeitraums eine erste Grundlage für eine solche Analyse zu entwickeln. Es ging darum, auch ohne eine aufwendige Datenanalyse und eine breite wissenschaftliche Herleitung zu einer schnellen Einschätzung zu kommen, vorwiegend auf der Grundlage umfangreicher Projekterfahrung der Verfasser und unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse. In einem ersten, innovativen Ansatz, bei dem kleinere Unstimmigkeiten im Detail bewusst in Kauf genommen wurden, sollte eine Möglichkeit für eine stärkere Zielgruppenorientierung in der Stadtentwicklung aufgezeigt werden.
Zu diesem Zweck wurde der Versuch unternommen, die immer komplexer werdende Nachfrage nach Wohnraum unter der Einbeziehung sozialer Aspekte zu analysieren und zielgruppengerecht zu differenzieren. Eine ähnliche Differenzierung wurde für das Angebot vorgenommen, um mittelfristig eine Handlungsgrundlage für den zielgerichteten Einsatz von Instrumenten und öffentlichen Mitteln zu erhalten. Zum Abschluss der Studie erfolgte eine kurze Untersuchung zum zukünftigen Instrumentarium der Stadtplanung und eine Einschätzung zu ihrem zielgruppenorientierten Einsatz.
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