Die Landeshauptstadt Schwerin erhielt am 5. September im Rahmen des Bundeswettbewerbs Stadtumbau Ost eine Goldmedaille für ihr Stadtumbaukonzept. Das Konzept wurde durch das Stadtplanungsamt zusammen mit der planungsgruppe 4 in enger Abstimmung mit der Wohnungsbaugenossenschaft Schwerin SWG und der Schweriner Wohnungsgesellschaft WGS in den letzten Monaten erarbeitet. |
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Ziel des Konzeptes ist es, die innerstädtischen Altbauquartiere zu stärken, die vom Wohnungsleerstand betroffenen Stadtteile städtebaulich aufzuwerten und den dauerhaft leerstehenden Wohnraum zu verringern. Dabei soll der Weiterbau der Großwohnsiedlungen durch Mittel der Wohnumfeldverbesserung fortgeführt und die Stadtteile Mueßer Holz, Neu Zippendorf und Großer Dreesch städtebaulich aufgewertet werden. Der Strukturell bedingte Wohnungsleerstand soll vor allem durch Maßnahmen des Stadtumbaus in den Großwohnsiedlungen verringert werden. Ziel von Stadtentwicklung und Wohnungswirtschaft ist es, ein Drittel des voraussichtlichen Wohnungsüberhangs zügig zurückzubauen. Zur Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen in Schwerin wurde die vorhandene Befölkerungs-, Haushalts- und Wohnungsmarktprognose aktualisiert und in der Perspektive bis ins Jahr 2017 ausgedehnt. Gegenüber dem Jahr 1989 wird sich die Befölkerung in Schwerin um 31% bis 38% verringert haben. In Schwerin stehen derzeit 8.200 Wohnungen bzw. 14,0% des Wohnungsbestandes leer. Im Jahr 2017 werden voraussichtlich 5.600 bis 6.200 Wohnungen ein strukturelles Problem ist. |
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Der Handlungsbedarf, die Stadtstruktur der demografischen Entwicklung anzupassen und den Wohnungsmarkt zu stabilisieren, ist kleinräumig differenziert. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept definiert daher teilräumliche Entwicklungsziele des Stadtumbaus und legt Schwerpunktstadtteile fest. Die Stadtteile Lankow, Weststadt und die Großwohnsiedlung Großer Dreesch sind Stadtteile in Konsolidierung. Insbesondere die Entwicklung im Plattenbaustandort Großen Dreesch zeigt, dass koordinierte Maßnahmen der Wohnungsmodernisierung und der Wohnumfeldverbesserung einen stabilen Wohnungsteilmarkt und ein positives Stadteilimage bei den Bewohnern bewirken. Die Großwohnsiedlungen Neu Zippendorf und Mueßer Holz weichen von dieser Entwicklung ab und sind Handlungsschwerpunkte Umstrukturierung, für die teilräumliche Entwicklungskonzepte aufgestellt werden. |
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Die Beteiligung der Bürger in den Schwerpunktstadtteilen Neu Zippendorf und Mueßer Holz war ein wichtiger Bestandteil des Planungsprozesses. Wie schon in der Wohnumfeldverbesserung hat sich bestätigt, dass es nach wie vor eine hohe Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil gibt. Daher spielen in den stadtteilbezogenen Stadtumbaukonzepten die Aufwertungsmaßnahmen eine zentrale Rolle. Neben der klassischen Wohnumfeldverbesserung sind Projekte wie der Stadtteiltreff in der Tallinner Straße und der Ausbau der Astrid-Lindgren-Schule zu einem Ort der Begegnung, der Kommunikation und Kultur wichtig. |
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Einvernehmlich zwischen Stadt und Wohnungswirtschaft wurden 20 Projekträume des Stadtumbaus in den Stadtteilen Neu Zippendorf und Mueßer Holz festgelegt. In der ersten Realisierungphase bis 2005 werden 1.524 Wohnungen in Schwerin zurückgebaut. |
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