Leitbild Gesamtstadt Das ISEK der Stadt Neustrelitz ist integrierter Bestandteil eines sich aus formeller und informeller Pla-nungen zu gestaltenden Stadtentwicklungsprozesses, unter Beteiligung aller daran mitwirkenden Ak-teure. Aufbauend auf einer umfassenden Analyse und Prognosen zu Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Neustrelitz und unter besonderer Beachtung der wohnungswirtschaftlichen Situation, werden Strategien zum Umbau städtischer Teilräume aufgezeigt. Das Konzept wurde von der Stadt Neustre-litz, Stadtplanungsamt zusammen mit der BIG-Städtebau Mecklenburg-Vorpommern GmbH und der planungsgruppe 4 erarbeitet. Der Beitrag zur Wohnungswirtschaft / Bevölkerungsentwicklung wurde von Dr. Hölling & Partner Unternehmensberatung erstellt. Das städtebauliche Leitbild zeigt die wesent-lichen Elemente der gesamtstädtischen Stadtentwicklung: Das aus dem Stadtkern, dem Stadtteil Kie-fernheide und Strelitz-Alt gebildete Siedlungsband bietet die Chance, Zersiedlungstendenzen am Stadtrand durch die Bestandspflege und Entwicklung innerörtlicher Potenzialflächen, die in die kom-pakte Struktur der Stadt integriert sind, zu vermeiden. Die enge Verflechtung des Landschaftsraumes mit den Siedlungsstrukturen der Stadt wird als wesentlicher Aspekt des Weichbildes einer Stadt bei der Tragfähigkeit und damit zur Lebensqualität in einzelnen Siedlungsräumen eine wesentliche Rolle spielen. |
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Entwicklungsziele / Maßnahmengebiete Für das Stadtgebiet wurden Schwerpunktgebiete definiert, die aufgrund der Bestandssituation und der Möglichkeit zur Wohnraumreduzierung in das Programm Stadtumbau Ost aufgenommen wurden. Un-ter der Berücksichtigung einer zeitlichen Stufung der Maßnahmen und dem Bewusstsein, dass der Umbauprozess integrierter Bestandteil der Stadtentwicklungsplanung der Stadt sein wird, wurden u.a. folgende Schwerpunktgebiete festgelegt: Der Stadtteil Kiefernheide wird im Rahmen des Bundeswett-bewerbes differenziert untersucht. Anhand eines teilräumlichen Entwicklungskonzeptes werden Um-baumaßnahmen entwickelt, die sich auf einen Zeithorizont bis 2015 beziehen. Dadurch wird beson-ders der mittel- bis langfristige Handlungsbedarf zur Stärkung des DDR-Wohngebietes sowie die zu-künftigen Effekte für eine Verringerung des Wohnungsbestandes berücksichtigt. Der Stadtkern wird aufgrund der historischen Stadtstruktur und der Sanierungserfordernisse weiterhin einen hohen Hand-lungsbedarf aufweisen. Als Entwicklungsziele werden die Stärkung der Wohnfunktion und Ausprägung als lebendige und urbane Innenstadt verfolgt. Für das Stadtgebiet werden teilräumliche Entwicklungs-ziele und gebietsbezogene Handlungsprioritäten definiert |
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Planungsinstrumente / -akteure Das ISEK Neustrelitz ist als informelles Planungsinstrument in die bestehenden Planungsstrukturen eingebettet. In einem dynamischen Prozess wird das ISEK Neustrelitz als gesamtstädtische Strategie auf seine Aussagen hin überprüft und ggf. den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Durch eine Vernetzung und Abstimmung mit den Planungsinstrumenten der regionalen, lokalen und stadt-teilbezogenen Ebenen wird die gezielte Umsetzbarkeit der vorgesehenen Maßnahmen gefördert. Durch eine Fortführung des kooperativen Planungsinstrumentes werden die hier dargestellten Strate-gien und Konzepte sowie die Maßnahmen und deren Umsetzung weiter bearbeitet werden. |
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UmBausteine Für diese Maßnahmenräume werden modellhafte UmBausteine definiert, die Prinzipien für eine Quar-tiersumbildung darstellen. Diese UmBausteine werden auf die aus der Analyse identifizierten und mit den Wohnungsunternehmen abgestimmten Abriss- / Rückbauobjekte projiziert und zeigen die weitere Entwicklung dieses Maßnahmenraumes auf. |
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städtebauliches Grundgerüst Kiefernheide Die städtebauliche Analyse des Schwerpunktgebietes Kiefernheide ergab, dass vorhandene sowie sich abzeichnende städtebauliche Missstände einen Handlungsbedarf erfordern, um die Strukturen und Qualitäten des Gebietes langfristig zu erhalten und auszubauen. Langfristig ist eine städtebauli-che Weiterentwicklung sowie eine Stabilisierung der sozialen Strukturen anzustreben. Das städtebau-liche Modell der Stadtlandschaft, bestehend aus der vorhandenen Grundstruktur aus Gebäudeanord-nung, Funktionsverteilung, Erschließungssystem und Freiräumen wird aufgenommen und in Teilberei-chen ergänzt bzw. modifiziert. Als Strategieansatz ist der Erhalt und Ausbau eines flexiblen städtebau-lichen Grundgerüstes vorgesehen, indem Quartiersfelder unterschiedliche Entwicklungen annehmen können. Wichtige Elemente sind ein Angebot an attraktiven Freiräumen und eine stabile Quartiers-struktur, die nachbarschaftliche Einheiten bilden lässt. Das städtebauliche Grundgerüst bildet die Rahmenbedingungen, unter denen die Rückbau- und Aufwertungsstrategie zu entwickeln ist. |
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