Zwischen Industrieareal und Autobahn gelegen ist das Silogebiet heute eine grüne Nische am Stadtrand von Frankfurt und gleichzeitig ein gegensätzlicher Ort. Wie kann die Randfläche zum Stadtteil werden? Fragmente begonnener Siedlungsbauten begegnen Gewerbebrachen, die Großform der Jahrhunderthalle trifft auf städtebauliches Stückwerk. Aber Rand bedeutet auch Ausblick: Die freie Sicht auf die Taunushänge verleiht dem Ort einen besonderen Charakter. |
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Grundthema des Entwurfs ist vor diesem Hintergrund die Gewinnung einer räumlichen Identität aus der Lage zwischen Stadtrand und Taunus. Der neue Stadtteil bezieht seine Eigenart aus einem intensiven Dialog mit dem umgebenden Landschaftsraum. Ausgangspunkt ist eine einfache räumliche Grundstruktur: Zwischen Jahrhunderthalle und Schwimmbad bildet eine städtische Promenade das Rückgrat, von dem aus Bellevues, keilförmige Landschaftsräume, in Richtung Taunus fluchten und den Stadtraum in acht klar umgrenzte Baufelder gliedern. |
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Der Bellevue lenken den Blick nach Norden in Richtung Taunus und verknüpfen die Wohnquartiere visuell mit ihrer Umgebung. Die Verteilung der sechs Bellevues über das gesamte Baugebiet bietet einer hohen Zahl von Hauseinheiten direkten Zugang zum öffentlichen Freiraum. Kleinteilige Gärten mit Spielplätzen, Wasserflächen, Blumen und Gräsern rhythmisieren die Bellevues, ohne den Blick auf die Taunushänge zu behindern. Querwege verbinden die Wohnquartiere über die Bellvues hinweg miteinander. Jedes Bellevue wird von einer ihm eigenen Baumart begleitet. Man wohnt am Kirschenbellevue, am Kastanienbellevue oder am Birkenbellevue. |
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Die Baufelderstruktur bildet ein robustes städtebauliches Grundgerüst, dass eine größtmögliche Flexibilität bei der Entwicklung und Füllung mit Bautypologien ermöglicht. Das Profil unterschiedlicher Wohnqualitäten schafft differenzierte Adressen im Stadtraum: Wohnen am Stadtgarten und am Bellevue ermöglicht einen direkten Landschaftsbezug an den Rändern der Baufelder, während sich im Inneren kleinteilige Nachbarschaftseinheiten um Pocketparks herum entwickeln. Die Etappierung des Gesamtgebietes kann in klaren und überschaubaren Phasen erfolgen, in denen jeweils eine vollständige Quartierseinheit einschließlich Freiraum entsteht. |
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Die Promenade Bildet das Gelenk zwischen den neuen Wohnquartieren und den südlich angrenzenden Büro- und Gewerbestrukturen und schafft eine qualitätsvolle städtische Adresse: Stadt- Rand- Boulevard. Der zentrale öffentliche Raum des Stadtquartiers entwickelt sich als Fliessraum zwischen dem Hotelbau an der Jahrhunderthalle und der Freibadanlage mit neuem Vorplatz. Der gepflasterte Bereich der Promenade nimmt die Gebäude des Quartierszentrums mit Bürgerhaus , Läden und Cafes auf, während der an die Wohngrundstücke grenzende grüne Teil die Regenrückhaltung des südlichen Baugebiets übernimmt. |
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